Logitech MX Master

15.04.2015 | Maus der Oberklasse

Logitech MX Master

Die neue Maus von Logitech bietet einen edlen Look und jede Menge Funktionen. Mit 100 Euro ist sie allerdings auch vergleichsweise teuer. Die MX Master im Test.

Disclaimer: Das Testgerät wurde mir von Logitech zur Verfügung gestellt.

Bis vor ein paar Monaten habe ich noch eine billige Speedlink AXON Desktop Mouse benutzt. Die war für den Preis zwar in Ordnung, allerdings nervte der Batteriebetrieb, vor allem, wenn man nachts keine Ersatzbatterien im Haus hatte. Nachdem diese Maus den Geist aufgegeben hatte, habe ich eine Kabel-Maus angeschlossen, die hier noch rumlag. Das Kabel war natürlich noch nerviger, aber ich habe es monatelang aufgeschoben, mir eine neue, vernünftige Maus zu suchen.

Die MX Master präsentiert sich als Nonplusultra-Maus, als »Präzisionsinstrument für Anspruchsvolle«. Beim Wechsel von einer billigen Kabel-Maus auf die MX Master fällt der Qualitätsunterschied umso deutlicher auf. Die Maus ließ sich über USB sofort problemlos verbinden, alternativ geht es auch über Bluetooth. Die Umgewöhnung an die neue Form dauerte nur wenige Minuten, die MX Master liegt quasi sofort gut in der Hand.

Besonders gut gefällt mir das Scrollrad. Damit lässt sich zunächst langsam und präsize scrollen. Mit etwas mehr Schwung dreht das Rad aber frei und sehr viel schneller. Äußerst nützlich bei längeren Dokumenten.
Ebenso überzeugt hat mich der Akku, der sich per USB aufladen lässt. In den vier Wochen, die ich die Maus benutze, musste ich das Ladekabel 2x anschließen, habe die Maus dabei aber auch nicht vollständig aufgeladen. Laut Hersteller reicht schon eine Minute Laden aus, um zwei Stunden arbeiten zu können. Eine volle Ladung soll bis zu 40 Tage reichen. Die beiden Auflade-Phasen haben mich jedenfalls nicht gestört.
An der linken Seite benfindet sich ein horizontales Scrollrad, das sich gut bedienen lässt, das ich aber bisher nur für horizontal scrollende Websites benutzt habe.

Die Maus bietet ein paar weitere Funktionen, die ich für meine Zwecke nicht benötige. So lässt sie sich mit bis zu drei Geräten verknüpfen (Windows oder Mac), als Beispiele werden Desktop, Laptop und Tablet genannt. Die Zuordnung wird über einen Button auf der Unterseite umgeschaltet. Für mich reicht allerdings der Desktop-Betrieb. Für ein Tablet brauche ich keine Maus. Und für den Laptop nehme ich lieber eine billige, leichtere, kleinere Reise-Maus mit.
Hinter dem horizontalen Mausrad befinden sich zwei Buttons, denen verschiedene Funktionen zugewiesen werden können. Allerdings sind beide nicht ideal erreichbar, so dass ich sie nie benutze. Ein weiterer programmierbarer Button sitzt oben direkt auf der Maus. Auch diesen benutze ich nie, mir reicht die mittlere Maustaste im Scrollrad.

Ein weiteres nützliches Extra ist ziemlich gut versteckt. In der Fläche unter dem Daumen befindet sich ein Button, der sich ebenfalls mit einer Funktion belegen lässt. Da man diesen Button tatsächlich nicht sehen kann, habe ich erst durch Testberichte davon erfahren. Natürlich weist auch die Logitech-Options-Software auf den Button hin. Aber wer die anderen, sichtbaren Buttons nicht benötigt, muss diese Software nicht unbedingt installieren. Zumindest fällt es ziemlich leicht, den Button nicht zu registrieren, obwohl er besser erreichbar ist als die sichtbaren drei.

Fazit: Die MX Master ist zweifelsohne die beste Maus, die ich jemals benutzt habe. Wer kein Problem damit hat, 100 Euro zu investieren, macht hier nichts verkehrt.
Für meinen Geschmack drängt sich aber noch eine MX Master Light auf, im gleichen Design, ohne die Option zwischen drei Geräten umzuschalten, mit weniger Buttons, dafür aber günstiger. Eine gute Alternative bietet das Vorgängermodell, die Performance MX, die für etwa 60 Euro zu haben ist.

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